Verteilzentrum

Infos über das Verteilzentrum "Eifel"

Das Verteilzentrum "Eifel"

Das Verteilzentrum Eifel wurde im Oktober 2024 in Betrieb genommen. 10 regionale Tafeln werden durch das Verteilzentrum mit Ware aus Großspenden versorgt:

  • Tafel Bad Münstereifel 
  • Tafel Erftstadt
  • Tafel Euskirchen
  • Tafel Kall
  • Tafel Monschau
  • Tafel Stolberg
  • Tafel Swisttal
  • Tafel Weilerswist
  • Tafel Zülpich
  • Tafel Mechernich

Mit den Verteilzentren Köln und Dormagen besteht eine enge Zusammenarbeit.

Zum Aufbau regionaler Tafel-Logistikzentren in NRW sowie zur Stärkung strukturschwacher Regionen wurde uns vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW eine Projektförderung zugesagt. 

Einen Überblick über die gemeinsame Arbeit von Tafel NRW und den regionalen Verteilzentren zeigt das folgende Video:

> Youtube-Video “Tafel NRW stellt sich vor”


Verteilstatistiken

Im ersten Halbjahr 2026 konnte eine deutliche Steigerung des Warenumschlags erzielt werden. 

Der Gesamt-Warenumschlag stieg von 654 Paletten im 1. Halbjahr 2025 auf 779 Paletten im  1. Halbjahr 2026. Das bedeuted bei einem durchschnittlichen Gewicht einer Palette von 400 kg ca. 312 Tonnen Ware, die vor der Vernichtung gerettet wurde.

Ungefähr die Hälfte der Ware wurde über den Landesverband Tafel Nordrhein-Westfalen requiriert, die andere Hälfte wurde durch eigene Akquise erreicht.

Der Anteil an Kühlware hat sich, dank eines ortsansässigen Unternehmens, deutlich erhöht.


Verteilstatistik 2026

Im 2. Jahr kompletten Jahr wird sich die Umsatzstatistik wohl weiter verbessern

Gesamt
2026

Stand: 08/2026
ArtTK-Ware / PalettenKühlware / PalettenAndere /
Paletten
Gesamt
Eingang14,0249,5273,0536,5
Ausgang41,5244,0262,0547,5
Umschlag55,5493,51084,01084,0

Verteilstatistik 2025

Nach der “Probezeit” von Oktober bis Dezember 2024 haben wir im ersten kompletten Jahr folgende Paletten-Zahlen “umgesetzt”:

Gesamt 
2025

Stand: 12/2025
ArtTK-Ware / PalettenKühlware / PalettenAndere /
Paletten
Gesamt
Eingang27,0153,0412,0592,0
Ausgang53,0123,5392,5569,0
Umschlag80,0276,5804,51161,0

07.09.2026 - Lebensmittel-Retter bauen an

Ein Bericht der Agentur ProfiPress / www.mechernich.de

Tafel Mechernich verdoppelt ihre Lagerfläche – Neue Halle schafft Platz für 30 bis 40 zusätzliche Paletten – Rund 80.000 Euro Investition – Photovoltaikanlage wird gleich mitgebaut

Mechernich – Vorne werden Lebensmittel ausgegeben, hinten rollen die Bagger: An diesem Tag herrscht bei der Tafel Mechernich gleich in mehrfacher Hinsicht Betrieb. Während die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in der ehemaligen Barbaraschule die Ausgabe vorbereiten und Kunden empfangen, haben auf dem asphaltierten Hof die Arbeiten für die nächste Erweiterung begonnen. Direkt neben den bestehenden Räumen entsteht eine neue Lagerhalle. Rund 50 Quadratmeter kommen hinzu und damit wird die bisherige Lagerfläche praktisch verdoppelt.

Der Grund für die Erweiterung ist eigentlich ein erfreulicher. „Wir haben festgestellt, dass wir mehr Ware bekommen, als wir Lagerkapazität haben“, sagt Wolfgang Weilerswist, Vorsitzender der Tafel Mechernich. Immer wieder würden größere Mengen haltbarer Lebensmittel angeboten. Bislang musste die Tafel dabei gelegentlich abwinken oder Mengen begrenzen, weil schlicht der Platz fehlte.

„Wenn man zehn oder 15 Paletten Nudeln angeboten bekommt, aber nur sechs lagern kann, ist das natürlich ärgerlich“, beschreibt Weilerswist das Problem. Schließlich gehe es bei der Tafel nicht nur darum, Lebensmittel an Bedürftige auszugeben, sondern vor allem darum, möglichst viel einwandfreie Ware vor der Vernichtung zu bewahren.

Genau dafür soll die neue Halle zusätzliche Möglichkeiten schaffen. Vor allem länger haltbare Lebensmittel können dort künftig zwischengelagert werden. Rund 30 bis 40 zusätzliche Paletten sollen Platz finden. Der Boden wird dafür so angelegt, dass die Halle mit einem Gabelstapler befahren und der vorhandene Raum möglichst effektiv genutzt werden kann.

Rund 430 Tonnen Ware umgeschlagen

Davon profitiert nicht allein die Mechernicher Tafel. Die Einrichtung fungiert zugleich als Umschlagplatz für größere Warenmengen. Wenn beispielsweise eine große Lieferung Nudeln, Konserven oder anderer haltbarer Lebensmittel eingeht, können andere Tafeln aus der Region später jeweils die Mengen übernehmen, die sie tatsächlich benötigen.

„Dann können die Tafeln das holen, wie sie es brauchen“, erklärt Weilerswist. So müsse eine größere Lieferung nicht innerhalb kürzester Zeit verteilt werden, nur weil in Mechernich der Lagerplatz fehlt.

Wie groß die Dimensionen inzwischen sind, zeigt ein Blick auf die Zahlen: 2025 wurden über die Mechernicher Einrichtung insgesamt 1.084 Paletten umgeschlagen. Rechnet man im Durchschnitt mit rund 400 Kilogramm je Palette, entspricht das mehr als 430 Tonnen Ware. „Wir retten die Lebensmittel“, bringt Wolfgang Weilerswist den Grundgedanken auf den Punkt. Je mehr davon sinnvoll weitergegeben werden könne, desto weniger müsse vernichtet werden.

Die Idee für den Neubau entstand bereits im Herbst vergangenen Jahres. Anfang 2026 wurden die Pläne konkreter, Angebote eingeholt und die Finanzierung zusammengestellt. Rund 80.000 Euro wird das gesamte Vorhaben nach Angaben des Vorsitzenden kosten.

Pfandspende und NRW-Förderung

Ein Teil der Finanzierung kommt aus Mitteln der Lidl-Pfandspende, die über den Tafel-Bundesverband vergeben werden. Hinzu kommen Fördermittel aus dem NRW-Sozialministerium von Karl-Josef Laumann. Die notwendigen Genehmigungen mit der Stadt waren bereits frühzeitig auf den Weg gebracht worden. „Das hat alles mal wieder reibungslos funktioniert“, freut sich Wolfgang Weilerswist über die gute Zusammenarbeit mit dem Rathaus.

Während die Bauarbeiten nun begonnen haben, denkt die Tafel bei dem Neubau bereits einen Schritt weiter. Die Halle wird so vorbereitet, dass dort später bei Bedarf auch eine zusätzliche Kühl- oder Tiefkühlzelle eingebaut werden könnte. Noch sei eine solche Investition finanziell nicht darstellbar, sagt Weilerswist. Gleichzeitig nehme aber gerade der Anteil an Kühlware spürbar zu.

Immer häufiger würden solche Lebensmittel über größere Logistikstrukturen zur Verfügung gestellt. Deshalb könne es durchaus sein, dass die Tafel in einigen Jahren erneut reagieren müsse. Die technische Möglichkeit dafür wird beim jetzigen Neubau jedenfalls schon berücksichtigt.

Parallel zum Hallenbau soll zudem eine Photovoltaikanlage entstehen. Auch bei den Arbeiten setzt die Tafel nach Angaben ihres Vorsitzenden bewusst auf Unternehmen aus der Region: Der Tiefbau liegt bei der Firma Arns, die Photovoltaikarbeiten übernimmt Thorsten Krieg, die Elektroinstallation die Firma Braun.

Überhaupt sei das Projekt erstaunlich schnell vorangekommen, findet Weilerswist. Von den ersten konkreten Überlegungen bis zum Baustart sei noch kein Jahr vergangen.

Die eigentliche Halle soll nach derzeitiger Planung Mitte Oktober aufgestellt werden. Dafür sind nur wenige Tage vorgesehen. Anschließend folgen Elektroarbeiten und der Innenausbau. Wenn alles nach Plan läuft, möchte die Tafel Ende Oktober bereits Einweihung feiern.

Mehr Platz, mehr Hilfe

Dass zusätzlicher Platz gebraucht wird, passt zur Entwicklung der vergangenen Jahre. Die Tafel Mechernich verzeichnet weiterhin regen Zulauf. Während die Zahl geflüchteter Menschen unter den Kunden nach Angaben Weilerswists zuletzt etwas zurückgegangen sei, kämen inzwischen wieder mehr deutsche Familien und Einzelpersonen hinzu, die Unterstützung benötigen.

Gleichzeitig kann der Vorsitzende auf einen vergleichsweise großen Stamm ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer bauen. Nachwuchs bleibt trotzdem ein Dauerthema, denn viele Aktive sind schon seit Jahren oder Jahrzehnten dabei.

Dass der Betrieb dennoch funktioniert, führt Wolfgang Weilerswist auch auf die gewachsenen Netzwerke zurück. Verbände, Förderer, Unternehmen, Stadt und Ehrenamt arbeiteten vielerorts unkompliziert zusammen. Sein Fazit ist eine Eifeler Lebensweisheit: „Wir sind in der Eifel. Man kennt sich, man hilft sich.“ Mit dem neuen Lager schafft sich die Tafel nun den nötigen Platz, damit diese Hilfe künftig noch ein Stück größer ausfallen kann.

pp/Agentur ProfiPress


04.10.2024 Mechernich wird Logistikzentrum

Ein Bericht der Agentur ProfiPress (www.mechernich.de)

Landesverband der Tafeln in NRW investiert rund 100.000 Euro in neues Verteilzentrum – Neues Lager, Gabelstapler und Bürocontainer – Versorgung von über zehn Standorten in der Region

Mechernich – Innerhalb von nur ein paar Stunden standen schon die Wände. Das Dach und die beiden Rolltore folgten wenig später. Und fertig war der Bau zweier Garagen mit einer Höhe von jeweils 3,50 Meter, die samt Schwerlast-Regalen Platz für bis zu 32 Paletten bieten. Diesen braucht die Tafel Mechernich auch, denn hier bauen der Vorsitzende Wolfgang Weilerswist, sein Stellvertreter Volker Nüßmann, Kassiererin und Logistikbeauftragte Manuela Pütz sowie ihr über 50-köpfiges Team ein neues Logistik-Zentrum auf. In diesen Tagen ist auch schon die Einweihung der neuen Garagen geplant. 

Es ist eines von sieben in NRW. Damit können Sie in Zukunft über zehn Tafeln in der Region mit Waren beliefern. Sogar einen neuen Gabelstapler für LKW-Ladungen schafften sie im Vorfeld an, bald folgt ein angrenzender Büro-Container, um die zusätzliche Bürokratie bewältigen zu können. All das übernehmen sie zusätzlich zu en etwa 1200 Menschen, die sie in Mechernich und Umgebung wöchentlich mit Lebensmitteln versorgen.

Investiert haben sie hierfür insgesamt über 100.000 Euro, die zu 80 Prozent vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW übernommen wurden. „Minister Laumann hat für unsere Anliegen stets ein offenes Ohr gehabt“, freut sich Wolfgang Weilerswist.

 Top moderne System

Arbeiten wird die Tafel zukünftig mit einem eigenen Logistik-System. Mit dieser „eco-Plattform“ kann man beispielsweise digitale Lieferscheine, ausführliche Auswertung von Trends zu Spendenmengen und mehr erstellen. Außerdem dient sie als Online-Marktplatz, der den Warenaustausch und die Weitergabe zwischen den Tafeln vereinfacht.

So können die umliegenden Standorte Waren in Mechernich bestellen, die sie dann aus dem Lager abholen können. Hierhin liefern auch direkt die Händler, die die Waren an die Tafel abtreten. Manuela Pütz kümmert sich als Logistikerin um Akquise und Absprachen mit Tafeln und Firmen.

Ohnehin sind die Tafeln bei der Digitalisierung sehr weit. Kunden erhalten bei ihrer Registrierung eine Karte mit Strichcode, die als digitaler Ausweis dient. Hierüber kann man direkt abrufen, ob die Kunden Kinder haben, muslimisch sind oder mehr, sodass die Tüten direkt entsprechend gepackt werden können. 

„Von Arbeit begeistert“ 

Angeliefert wurden die Garagen von der Firma „Optima“ aus Bielefeld. „AR Carport & Garagen GbR“ baute sie in ihrem Auftrag in Mechernich auf. Die Firma „Arns“ aus Weyer goss das Fundament, „Elektro Braun“ wird die Elektronik installieren. Die Schwerlastregale kamen von der Firma „Safety First“ die nur die Materialkosten berechnete. Lieferung und Aufbau ermöglichte sie kostenlos, „weil Sie von unserer Arbeit begeistert sind“, freut sich der Vorsitzende.

Sobald sie vom TÜV abgenommen wurden, können sie auch schon in Nutzung gehen. Von der Firma „Schleicher“ kam das Baugerüst, Thomas Schiefer von der Mechernicher Stadtverwaltung hatte im Vorfeld eine schnelle und unkomplizierte Baugenehmigung erteilt.

Hinzukommen soll bald noch eine PV-Anlage samt Energiespeicher. Angebote kamen bereits von „Pro Solar Tec“ aus Vussem, die Finanzierungsfrage konnte die Mechernicher Tafel allerdings noch nicht klären. Eine kostenlose Schulung am Gabelstapler erhalten die Ehrenamtler vom Ingenieur-Büro „Meuser“ aus Firmenich-Obergartzem. 

Spenden und Helfer gesucht 

Künftig werden in dem neuen Logistiklager Trockenwaren wie Nudeln, Reis oder Konserven zwischengelagert. Die Produkte sollen dort jeweils aber nicht länger als zwei bis drei Tage verweilen. Mit dem neuen Verteilzentrum hat man einen Schwachpunkt im Logistiksystem geschlossen, um Standorte im Südwesten von NRW ressourcensparend mit Lebensmitteln versorgen zu können.

Um all das aber langfristig erhalten zu können, ist die Mechernicher Tafel als gemeinnütziger Verein auch dringend auf Spenden angewiesen. Denn Dinge wie Verpack-Tüten, Plastikhandschuhe, Sprit, Versicherung und Inspektion von Fahrzeugen muss sie aus eigener Tasche bezahlen. Und das wird schonmal richtig teuer. Wer hier helfen will, kann auf eins der folgende Konten überweisen:

Volksbank Euskirchen                                 
IBAN: DE70 3826 0082 0217 3080 11 
BIC:     GENODED1EVB
Kreissparkasse Euskirchen
IBAN: DE33 3825 0110 0001 6710 23  
BIC:     WELADED1EUS  

„Ebenso dringend sind wir auf der Suche nach neuen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die mit anpacken oder gerne für uns fahren würden“, so Weilerswist und Nüßmann. Interessenten können sich dazu unter info(at)tafel-mechernich(dot)de oder telefonisch unter 0172 849 46 45 melden.

Wer sich hier engagiert, leistet nicht nur „einen wichtigen Beitrag gegen Verschwendung und bietet Menschen mit wenig Geld konkrete Hilfe“ an. Er wird auch „Teil einer tollen Gemeinschaft“.

pp/Agentur ProfiPress