Verteilzentrum
Infos über das Verteilzentrum "Eifel"

Das Verteilzentrum "Eifel"
Das Verteilzentrum Eifel wurde im Oktober 2024 in Betrieb genommen. 10 regionale Tafeln werden durch das Verteilzentrum mit Ware aus Großspenden versorgt:
- Tafel Bad Münstereifel
- Tafel Erftstadt
- Tafel Euskirchen
- Tafel Kall
- Tafel Monschau
- Tafel Stolberg
- Tafel Swisttal
- Tafel Weilerswist
- Tafel Zülpich
- Tafel Mechernich
Mit den Verteilzentren Köln und Dormagen besteht eine enge Zusammenarbeit.
Zum Aufbau regionaler Tafel-Logistikzentren in NRW sowie zur Stärkung strukturschwacher Regionen wurde uns vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW eine Projektförderung zugesagt.
Einen Überblick über die gemeinsame Arbeit von Tafel NRW und den regionalen Verteilzentren zeigt das folgende Video:

Verteilstatistiken
Bis einschließlich des dritten Quartals 2026 (30.09.026) konnten wir eine erhebliche Steigerung unseres Warenumschlages erzielen. Der Umschlag betrug 1.210,5 Paletten, was bei einem durchschnittlichen Gewicht einer Palette von 400 kg ca. 484,2 Tonnen Ware bedeutet, die vor der Vernichtung gerettet wurde. Ungefähr die Hälfte der Ware wurde über Tafel NRW akquiriert, die andere Hälfte wurde durch Eigenakquise erreicht. Der Anteil an Kühlware hat sich wiederum stark erhöht.
Die Zusammenarbeit mit der Fa. Dachser erweist sich als unproblematisch und wir finden es großartig, dass wir jetzt auch aus den anderen Bundesländern Ware bekommen. Die Zusammenarbeit mit den umliegenden Verteilzentren Köln und Dormagen verläuft reibungslos. Auch die unterstützende Arbeit des Landesverbandes muss lobend erwähnt werden, macht weiter so !
Verteilstatistik 2026
Im 2. Jahr kompletten Jahr wird sich die Umsatzstatistik wohl weiter verbessern
| Gesamt 2026 Stand: 09/2026 | Art | TK-Ware / Paletten | Kühlware / Paletten | Andere / Paletten | Gesamt |
| Eingang | 14,0 | 270,5 | 299,0 | 583,5 | |
| Ausgang | 44,0 | 258,0 | 311,5 | 627,0 | |
| Umschlag | 58,0 | 542,0 | 610,5 | 1210,5 |
Verteilstatistik 2025
Nach der “Probezeit” von Oktober bis Dezember 2024 haben wir im ersten kompletten Jahr folgende Paletten-Zahlen “umgesetzt”:
| Gesamt 2025 Stand: 12/2025 | Art | TK-Ware / Paletten | Kühlware / Paletten | Andere / Paletten | Gesamt |
| Eingang | 27,0 | 153,0 | 412,0 | 592,0 | |
| Ausgang | 53,0 | 123,5 | 392,5 | 569,0 | |
| Umschlag | 80,0 | 276,5 | 804,5 | 1161,0 |

07.09.2026 - Lebensmittel-Retter bauen an
Ein Bericht der Agentur ProfiPress / www.mechernich.de
Tafel Mechernich verdoppelt ihre Lagerfläche – Neue Halle schafft Platz für 30 bis 40 zusätzliche Paletten – Rund 80.000 Euro Investition – Photovoltaikanlage wird gleich mitgebaut
Mechernich – Vorne werden Lebensmittel ausgegeben, hinten rollen die Bagger: An diesem Tag herrscht bei der Tafel Mechernich gleich in mehrfacher Hinsicht Betrieb. Während die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in der ehemaligen Barbaraschule die Ausgabe vorbereiten und Kunden empfangen, haben auf dem asphaltierten Hof die Arbeiten für die nächste Erweiterung begonnen. Direkt neben den bestehenden Räumen entsteht eine neue Lagerhalle. Rund 50 Quadratmeter kommen hinzu und damit wird die bisherige Lagerfläche praktisch verdoppelt.
Der Grund für die Erweiterung ist eigentlich ein erfreulicher. „Wir haben festgestellt, dass wir mehr Ware bekommen, als wir Lagerkapazität haben“, sagt Wolfgang Weilerswist, Vorsitzender der Tafel Mechernich. Immer wieder würden größere Mengen haltbarer Lebensmittel angeboten. Bislang musste die Tafel dabei gelegentlich abwinken oder Mengen begrenzen, weil schlicht der Platz fehlte.
„Wenn man zehn oder 15 Paletten Nudeln angeboten bekommt, aber nur sechs lagern kann, ist das natürlich ärgerlich“, beschreibt Weilerswist das Problem. Schließlich gehe es bei der Tafel nicht nur darum, Lebensmittel an Bedürftige auszugeben, sondern vor allem darum, möglichst viel einwandfreie Ware vor der Vernichtung zu bewahren.
Genau dafür soll die neue Halle zusätzliche Möglichkeiten schaffen. Vor allem länger haltbare Lebensmittel können dort künftig zwischengelagert werden. Rund 30 bis 40 zusätzliche Paletten sollen Platz finden. Der Boden wird dafür so angelegt, dass die Halle mit einem Gabelstapler befahren und der vorhandene Raum möglichst effektiv genutzt werden kann.
Rund 430 Tonnen Ware umgeschlagen
Davon profitiert nicht allein die Mechernicher Tafel. Die Einrichtung fungiert zugleich als Umschlagplatz für größere Warenmengen. Wenn beispielsweise eine große Lieferung Nudeln, Konserven oder anderer haltbarer Lebensmittel eingeht, können andere Tafeln aus der Region später jeweils die Mengen übernehmen, die sie tatsächlich benötigen.
„Dann können die Tafeln das holen, wie sie es brauchen“, erklärt Weilerswist. So müsse eine größere Lieferung nicht innerhalb kürzester Zeit verteilt werden, nur weil in Mechernich der Lagerplatz fehlt.
Wie groß die Dimensionen inzwischen sind, zeigt ein Blick auf die Zahlen: 2025 wurden über die Mechernicher Einrichtung insgesamt 1.084 Paletten umgeschlagen. Rechnet man im Durchschnitt mit rund 400 Kilogramm je Palette, entspricht das mehr als 430 Tonnen Ware. „Wir retten die Lebensmittel“, bringt Wolfgang Weilerswist den Grundgedanken auf den Punkt. Je mehr davon sinnvoll weitergegeben werden könne, desto weniger müsse vernichtet werden.
Die Idee für den Neubau entstand bereits im Herbst vergangenen Jahres. Anfang 2026 wurden die Pläne konkreter, Angebote eingeholt und die Finanzierung zusammengestellt. Rund 80.000 Euro wird das gesamte Vorhaben nach Angaben des Vorsitzenden kosten.
Pfandspende und NRW-Förderung
Ein Teil der Finanzierung kommt aus Mitteln der Lidl-Pfandspende, die über den Tafel-Bundesverband vergeben werden. Hinzu kommen Fördermittel aus dem NRW-Sozialministerium von Karl-Josef Laumann. Die notwendigen Genehmigungen mit der Stadt waren bereits frühzeitig auf den Weg gebracht worden. „Das hat alles mal wieder reibungslos funktioniert“, freut sich Wolfgang Weilerswist über die gute Zusammenarbeit mit dem Rathaus.
Während die Bauarbeiten nun begonnen haben, denkt die Tafel bei dem Neubau bereits einen Schritt weiter. Die Halle wird so vorbereitet, dass dort später bei Bedarf auch eine zusätzliche Kühl- oder Tiefkühlzelle eingebaut werden könnte. Noch sei eine solche Investition finanziell nicht darstellbar, sagt Weilerswist. Gleichzeitig nehme aber gerade der Anteil an Kühlware spürbar zu.
Immer häufiger würden solche Lebensmittel über größere Logistikstrukturen zur Verfügung gestellt. Deshalb könne es durchaus sein, dass die Tafel in einigen Jahren erneut reagieren müsse. Die technische Möglichkeit dafür wird beim jetzigen Neubau jedenfalls schon berücksichtigt.
Parallel zum Hallenbau soll zudem eine Photovoltaikanlage entstehen. Auch bei den Arbeiten setzt die Tafel nach Angaben ihres Vorsitzenden bewusst auf Unternehmen aus der Region: Der Tiefbau liegt bei der Firma Arns, die Photovoltaikarbeiten übernimmt Thorsten Krieg, die Elektroinstallation die Firma Braun.
Überhaupt sei das Projekt erstaunlich schnell vorangekommen, findet Weilerswist. Von den ersten konkreten Überlegungen bis zum Baustart sei noch kein Jahr vergangen.
Die eigentliche Halle soll nach derzeitiger Planung Mitte Oktober aufgestellt werden. Dafür sind nur wenige Tage vorgesehen. Anschließend folgen Elektroarbeiten und der Innenausbau. Wenn alles nach Plan läuft, möchte die Tafel Ende Oktober bereits Einweihung feiern.
Mehr Platz, mehr Hilfe
Dass zusätzlicher Platz gebraucht wird, passt zur Entwicklung der vergangenen Jahre. Die Tafel Mechernich verzeichnet weiterhin regen Zulauf. Während die Zahl geflüchteter Menschen unter den Kunden nach Angaben Weilerswists zuletzt etwas zurückgegangen sei, kämen inzwischen wieder mehr deutsche Familien und Einzelpersonen hinzu, die Unterstützung benötigen.
Gleichzeitig kann der Vorsitzende auf einen vergleichsweise großen Stamm ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer bauen. Nachwuchs bleibt trotzdem ein Dauerthema, denn viele Aktive sind schon seit Jahren oder Jahrzehnten dabei.
Dass der Betrieb dennoch funktioniert, führt Wolfgang Weilerswist auch auf die gewachsenen Netzwerke zurück. Verbände, Förderer, Unternehmen, Stadt und Ehrenamt arbeiteten vielerorts unkompliziert zusammen. Sein Fazit ist eine Eifeler Lebensweisheit: „Wir sind in der Eifel. Man kennt sich, man hilft sich.“ Mit dem neuen Lager schafft sich die Tafel nun den nötigen Platz, damit diese Hilfe künftig noch ein Stück größer ausfallen kann.
pp/Agentur ProfiPress

21.08.2025 Minister besuchte Mechernicher Tafel
Mechernich– Wenn Wolfgang Weilerswist zur Tafel bittet, kommt auch der NRW-Minister Karl-Josef-Laumann und hört, was der Initiator der Mechernicher Tafel und Vorsitzender des Träger-Vereins zu sagen hat.
Grund für die Einladung des Landesministers für Arbeit, Gesundheit und Soziales war seine große und unkomplizierte Unterstützung in der Vergangenheit, ohne die eines der acht großen, landesweiten Tafel-Logistikzentren wohl nie seinen Weg nach Mechernich gefunden hätte.
Neben einer kleinen Führung, bei der Laumann einen ganz persönlichen Einblick in die wichtige Arbeit der Hilfsorganisation bekam, standen auch ein Rückblick und die Bitte um weitere finanzielle Unterstützung bei der Errichtung eines neuen Kühlhauses und einer Papierpresse.
Verteilzentrum in Mechernich
Grund dafür: Im Oktober vergangenen Jahres war die Mechernicher Tafel, neben ihrer eigentlichen Bestimmung, auch zu einem Verteilzentrum geworden. Das bringt neue Dimensionen an Spenden - die hier zwischengelagert werden. Allein in diesem Zeitraum lieferte man rund 631 Paletten an zehn Tafeln in der Umgebung – von Monschau über Bad-Münstereifel bis Erftstadt. Zudem versorge man wöchentlich rund 1.000 Menschen in Mechernich.
Angeliefert wurden dabei insgesamt 555 Paletten, 181 davon Kühl- oder Tiefkühlware. Dazu kommen Absichten, gewisse Produkte auch über einen längeren Zeitraum, als nur eine Woche zwischenzulagern. „Im Frühjahr haben wir immer Engpässe und teils nicht ausreichende Wahre“, erklärte Peter Vorsteher, Vorsitzender der Tafel NRW. Dafür wird aber deutlich mehr Platz benötigt, weswegen man sich an Minister Laumann wandte.
„Das neue Kühlhaus soll über 32 Palettenstellplätze verfügen und mit dem Hubstapler befahrbar sein“, so Weilerswist. Das wäre ein echtes Upgrade zum bisherigen Garagen-Kühlhaus, das für nur sechs Paletten Platz bietet. Nach Schätzungen liegen die Kosten dafür bei bis zu 160.000 Euro.
Eine weitere Ursache für die Platznot ist, dass Großspenden von Supermarkt- und Discounter-Ketten zurückgehen. So müssen im Optimalfall große Mengen abgenommen werden, wenn diese verfügbar sein sollten. „Die Lebensmittelmärkte achten heute viel mehr auf ihr Warenmanagement, um weniger Lebensmittel entsorgen zu müssen“, so Vorsteher.
Doch die Verteilung der Waren und deren Kommissionierung drängen Wolfgang Weilerswist zu einem weiteren Wunsch: „Wir haben ein großes Problem bei der Entsorgung des Papiermülls.“ Alleine am Tage des Minister-Besuches habe man die beiden großen Papier-Container bis zum Rand gefüllt. Zur einfacheren und komprimierteren Entsorgung regte Weilerswist den Kauf einer Papierpresse an. So könne man bei Abgabe sogar noch einen kleinen Groschen erwirtschaften.
Unterstützung der Tafeln gesichert
Zur Begrüßung des Landesministers bedankten sich Wolfgang Weilerswist und Peter Vorsteher bei Laumann für die „sehr gute Zusammenarbeit und die wichtige finanzielle Unterstützung“. Auch Bürgermeister Dr. Hans-Peter Schick begrüßte ihn und überreichte eine kleine Aufmerksamkeit in Form einer Flasche Mechernicher Blei.
Minister Laumann stellte gleich nach seiner Begrüßung klar, die Tafeln während seiner Amtszeit weiter unterstützen zu wollen: „Solange Menschen auf Unterstützung angewiesen sind, müssen wir ihnen helfen – und genau das tun die Tafeln. Sie sind ein Teil der Barmherzigkeit unseres Sozialsystems.“ Die Landesregierung NRW fördert die Tafeln jährlich mit rund 1,6 Millionen Euro. Er betonte, das Sozialsystem „sei für Übergänge gedacht“ und reagierte so auf die allgemein aufgekommene Kritik, die Arbeit der Tafeln sei nur die Bekämpfung der Symptome eines unzureichenden Sozialsystems. Folgend lobte er die ehrenamtliche Arbeit der Tafel-Kräfte und bedankte sich bei ihnen persönlich im Ausgabe-Raum.
Finanzielle Unterstützung für das Kühlhaus und die Papierpresse sagte er allerdings noch nicht zu. Vorerst müsse eine Doppelstruktur ausgeschlossen werden.
„Ganz normale Jugend“
Während der Pressekonferenz entstand dann ein Diskurs zur Bekämpfung von Armut, ein Grundproblem, dass erst dazu führt, dass Menschen auf die Tafeln angewiesen sind. Wenn man dies angehe, könne man die Wohltätigkeitsorganisationen entlasten und sei gleichzeitig weniger abhängig von Förderung. Landesminister Laumann sah einen möglichen Lösungsansatz dafür in der Unterstützung der Jugend beim Finden von Ausbildungsplätzen und brachte sogar wage eine Ausbildungspflicht, wie in Österreich, auf den Tisch. Zudem müssten soziale Strukturen in betroffenen Familien gestärkt werden.
Ein Problem bei der Arbeitswilligkeit in der jungen Generation sehe er aber nicht. „Wir haben junge Leute, die anders groß geworden sind - die auch anders aufgeklärt sind. (…) Ich glaube, dass wir eine ganz normale Jugend haben.“ Zudem sehe er die wachsende finanzielle Schere in der Gesellschaft als einen weiteren Grund für die derzeitigen gesellschaftlichen Schwierigkeiten.
Bürgermeister Dr. Schick teilte seinen Ansatz, „mehr Kapazitäten in die Vermittlung der Arbeitsplätze im Job-Center zu stecken und unserer jüngsten Generation schon im Grundschulalter mehr Perspektive und Hilfestellung zu bieten.“
So oder so bleiben die Tafeln, nicht nur in Mechernich, die Anlaufstelle für viele hilfsbedürftige Menschen, die in ihrer Not nichtmehr weiterwissen – und das vor allem dank der Arbeit vieler ehrenamtlicher Kräfte mit großem Herz.
Jakob Seibel/pp/Agentur ProfiPress

07.10.2024 - Mechernicher Tafel weiht ihr neues 100.000 Euro teures Verteilzentrum ein
Unter erheblichem Besucherandrang wurde am Samstag, den 05.10.2024 nachmittags das neue Verteilzentrum der Mechernicher und der NRW-Tafel hinter der Alten Schule Im Sande eingeweiht. Eingebettet war die ökumenische Zeremonie, die die evangelische Pfarrerin Susanne Salentin und der katholische Diakon Manni Lang gestalteten, in das diesjährige „Herbstfest“ der Tafel.
Es gab allerlei fürs leibliche Wohl, unter die Gäste mischten sich unter anderem auch Dr. Hans-Peter Schick, der erste Bürger der Stadt, sein stellvertretender Stadtverwaltungschef Erster Beigeordneter Thomas Hambach, Vize-Bürgermeister Egbert Kramp, Abordnungen des Festausschusses Mechernicher Karneval und der Prinzengarde Mechernich sowie Präsident Georg Schmiedel und Mitstreiter vom Lionsclub Euskirchen, die die Tafeln unterstützen.
Das neue Verteilzentrum besteht im Prinzip aus drei Containern, mit Gabelstablern befahrbaren größeren Garagen als Lager, und einem Büro von jeweils 3,50 Meter Höhe, die samt Schwerlast-Regalen Platz für bis zu 32 Paletten bieten. Darin haben der Vorsitzende Wolfgang Weilerswist, sein Stellvertreter Volker Nüßmann, die Kassiererin Manuela Pütz und ihr über 50-köpfiges Team das neue Logistik-Zentrum eingerichtet.
Eines von sieben im Bundesland
Es ist eines von sieben Verteilzentren in NRW. Von dort sollen in Zukunft über zehn Tafeln der Region mit Waren beliefert werden. Investiert wurden über 100.000 Euro, die zu 80 Prozent von Karl-Josef Laumanns Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales in NRW stammen. Arbeiten will die Tafel mit einem eigenen Logistik-System, der „eco-Plattform“. Sie kann digitale Lieferscheine, ausführliche Auswertung von Trends zu Spendenmengen und mehr erstellen. Außerdem dient sie als Online-Marktplatz, der den Warenaustausch und die Weitergabe zwischen den Tafeln vereinfacht.
So können die umliegenden Standorte Waren in Mechernich bestellen, die sie dann aus dem Lager abholen können. Hierhin liefern auch direkt Händler und Firmen, die die Waren an die Tafel abgeben. Das alles organisieren die Mechernicher Tafel-Leute zusätzlich zur Direktversorgung von 1200 Bedürftigen in der Kommune vor Ort.
www.eifelschau.de

04.10.2024 Mechernich wird Logistikzentrum
Ein Bericht der Agentur ProfiPress (www.mechernich.de)
Landesverband der Tafeln in NRW investiert rund 100.000 Euro in neues Verteilzentrum – Neues Lager, Gabelstapler und Bürocontainer – Versorgung von über zehn Standorten in der Region
Mechernich – Innerhalb von nur ein paar Stunden standen schon die Wände. Das Dach und die beiden Rolltore folgten wenig später. Und fertig war der Bau zweier Garagen mit einer Höhe von jeweils 3,50 Meter, die samt Schwerlast-Regalen Platz für bis zu 32 Paletten bieten. Diesen braucht die Tafel Mechernich auch, denn hier bauen der Vorsitzende Wolfgang Weilerswist, sein Stellvertreter Volker Nüßmann, Kassiererin und Logistikbeauftragte Manuela Pütz sowie ihr über 50-köpfiges Team ein neues Logistik-Zentrum auf. In diesen Tagen ist auch schon die Einweihung der neuen Garagen geplant.
Es ist eines von sieben in NRW. Damit können Sie in Zukunft über zehn Tafeln in der Region mit Waren beliefern. Sogar einen neuen Gabelstapler für LKW-Ladungen schafften sie im Vorfeld an, bald folgt ein angrenzender Büro-Container, um die zusätzliche Bürokratie bewältigen zu können. All das übernehmen sie zusätzlich zu en etwa 1200 Menschen, die sie in Mechernich und Umgebung wöchentlich mit Lebensmitteln versorgen.
Investiert haben sie hierfür insgesamt über 100.000 Euro, die zu 80 Prozent vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW übernommen wurden. „Minister Laumann hat für unsere Anliegen stets ein offenes Ohr gehabt“, freut sich Wolfgang Weilerswist.
Top moderne System
Arbeiten wird die Tafel zukünftig mit einem eigenen Logistik-System. Mit dieser „eco-Plattform“ kann man beispielsweise digitale Lieferscheine, ausführliche Auswertung von Trends zu Spendenmengen und mehr erstellen. Außerdem dient sie als Online-Marktplatz, der den Warenaustausch und die Weitergabe zwischen den Tafeln vereinfacht.
So können die umliegenden Standorte Waren in Mechernich bestellen, die sie dann aus dem Lager abholen können. Hierhin liefern auch direkt die Händler, die die Waren an die Tafel abtreten. Manuela Pütz kümmert sich als Logistikerin um Akquise und Absprachen mit Tafeln und Firmen.
Ohnehin sind die Tafeln bei der Digitalisierung sehr weit. Kunden erhalten bei ihrer Registrierung eine Karte mit Strichcode, die als digitaler Ausweis dient. Hierüber kann man direkt abrufen, ob die Kunden Kinder haben, muslimisch sind oder mehr, sodass die Tüten direkt entsprechend gepackt werden können.
„Von Arbeit begeistert“
Angeliefert wurden die Garagen von der Firma „Optima“ aus Bielefeld. „AR Carport & Garagen GbR“ baute sie in ihrem Auftrag in Mechernich auf. Die Firma „Arns“ aus Weyer goss das Fundament, „Elektro Braun“ wird die Elektronik installieren. Die Schwerlastregale kamen von der Firma „Safety First“ die nur die Materialkosten berechnete. Lieferung und Aufbau ermöglichte sie kostenlos, „weil Sie von unserer Arbeit begeistert sind“, freut sich der Vorsitzende.
Sobald sie vom TÜV abgenommen wurden, können sie auch schon in Nutzung gehen. Von der Firma „Schleicher“ kam das Baugerüst, Thomas Schiefer von der Mechernicher Stadtverwaltung hatte im Vorfeld eine schnelle und unkomplizierte Baugenehmigung erteilt.
Hinzukommen soll bald noch eine PV-Anlage samt Energiespeicher. Angebote kamen bereits von „Pro Solar Tec“ aus Vussem, die Finanzierungsfrage konnte die Mechernicher Tafel allerdings noch nicht klären. Eine kostenlose Schulung am Gabelstapler erhalten die Ehrenamtler vom Ingenieur-Büro „Meuser“ aus Firmenich-Obergartzem.
Spenden und Helfer gesucht
Künftig werden in dem neuen Logistiklager Trockenwaren wie Nudeln, Reis oder Konserven zwischengelagert. Die Produkte sollen dort jeweils aber nicht länger als zwei bis drei Tage verweilen. Mit dem neuen Verteilzentrum hat man einen Schwachpunkt im Logistiksystem geschlossen, um Standorte im Südwesten von NRW ressourcensparend mit Lebensmitteln versorgen zu können.
Um all das aber langfristig erhalten zu können, ist die Mechernicher Tafel als gemeinnütziger Verein auch dringend auf Spenden angewiesen. Denn Dinge wie Verpack-Tüten, Plastikhandschuhe, Sprit, Versicherung und Inspektion von Fahrzeugen muss sie aus eigener Tasche bezahlen. Und das wird schonmal richtig teuer. Wer hier helfen will, kann auf eins der folgende Konten überweisen:
Volksbank Euskirchen
IBAN: DE70 3826 0082 0217 3080 11
BIC: GENODED1EVB
Kreissparkasse Euskirchen
IBAN: DE33 3825 0110 0001 6710 23
BIC: WELADED1EUS
„Ebenso dringend sind wir auf der Suche nach neuen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die mit anpacken oder gerne für uns fahren würden“, so Weilerswist und Nüßmann. Interessenten können sich dazu unter info(at)tafel-mechernich(dot)de oder telefonisch unter 0172 849 46 45 melden.
Wer sich hier engagiert, leistet nicht nur „einen wichtigen Beitrag gegen Verschwendung und bietet Menschen mit wenig Geld konkrete Hilfe“ an. Er wird auch „Teil einer tollen Gemeinschaft“.
pp/Agentur ProfiPress